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Es gibt auch Audio-Tracks zu einigen Rezensionen!
30.03. | Paul Temple und der Fall Marquis |
03.03. | Die weiße Mafia |
16.02. | Das Mädchen mit den schwarzen Strümpfen |
11.02. | Im Dutzend zur Hölle |
28.01. | Die Engel von St. Pauli |
21.01. | Die Todeskralle des grausamen Wolfes |
06.01. | Die Mörderklinik |
12.12. | Paul Temple: Jagd auf Z |
27.11. | Die drei Supermänner räumen auf |
30.10. | Die Heuchler |
10.10. | X 312 … Flug zur Hölle... |
03.10. | Das Todeslied des Shaolin |
15.09. | Der Koloss von Konga |
26.08. | Das Omen des Bösen |
11.08. | Menschen im Hotel |
06.08. | Mädchen: Mit Gewalt |
kurzrezension
09.11. | Return of the Warrior |
30.05. | Iron Sky - Director's Cut (blu-ray) |
21.05. | Captain Invincible oder „Wer fürchtet sich vor Amerika?“ |
22.04. | True Justice: Angel of Death – Der Todesengel (blu-ray) |
„Ende der 70er Jahre: Vier minderjährige Mädchen in hautengen Leder-Korsagen mischen die Musikszene in L.A. auf und heizen ihrem Publikum mit hartem Rock 'n' Roll ein. Mit 'Cherry Bomb' landen THE RUNAWAYS einen Hit und werden als erste Frauen-Rock-Band weltweit berühmt. Basierend auf der Autobiographie von Sängerin Cherie Currie erzählt der Film von dem rasanten Aufstieg normaler Teenager zu gefeierten Rockstars. Plattenaufnahmen, Tourneen, Drogen, Abstürze und Machtkämpfe … der Zusammenbruch scheint nur eine Frage der Zeit zu sein“ (Capelight).
„Mit den Stars der 'Twilight'-Saga“ prangt vorne auf dem DVD-Cover und hinten ist noch das Zitat „Stewart und Fanning waren noch nie besser“ aus einer Kritik von Michael Phillips für die Zeitung Chicago Tribune zu lesen. Angesichts der Tatsache, dass der erste „Twilight“-Film „New Moon“ (Regie: Chris Weitz, USA 2009) vor „The Runawyas“ erschienen ist, wird daraus in gewisser Form eine Aussage. Und angesichts des Rock 'n' Roll Inhaltes von „The Runaways“, der mit seiner rotzigen Art einer Emotionsvermittlung à la „Twilight“ im übertragenden Sinne in den Arsch tritt, wird die Verknüpfung höchst amüsant. Natürlich haben beide Filme rein gar nichts miteinander zu tun, aber wenn man sie nebeneinander stellt, dann spuckt „The Runaways“ „Twilight“ nunmal aufs Plakat.
Das schafft er sogar mühelos, obwohl die Inszenierung für das Thema sogar noch zurückhaltend ist. Der Produzent der Band Runaways Kim Fowley wird zwar nicht müde, die minderjährigen Mädchen mit vulgärer Sprache zu mehr Straßenattitüde und Rebellion anzustacheln, aber letztlich scheint immer klar, dass sich die jungen Bandmitglieder in einer Experimentierphase ihres Lebens befinden. Damit ist nicht gemeint, dass sie die Musik nicht ernst nehmen, Joan Jett ist beispielsweise bis heute in dem Geschäft erfolgreich tätig, aber ihre Herangehensweise ist durch eine gehörige Portion Naivität geprägt. Darüber hinaus hat Fowley einen großen Einfluss auf die Band und ihr Image. Der Film erzählt letztlich die Geschichte des Erwachsenwerdens, das unter den Vorzeichen des Rock 'n' Roll zu schnell und zu unangenehm vonstatten geht. Damit gehen nicht nur Drogenkonsum, sondern auch die Unfähigkeit einher, mit dem Rummel und der veränderten Situation überhaupt umgehen zu können. Das Business ist mindestens für Sängerin Cherie Currie eine Überforderung, weil sie viel stärker im Rampenlicht steht, als der Rest der Band. Das führt neben dem Druck von Außen auch zu internen Spannungen, da ihr andere Bandmitglieder den Ruhm neiden. Einzig Joan Jett wirkt so tough wie das Image der „Runaways“ sein soll. Kristen Stewart als Jett und Dakota Fanning als Currie verkörpern die beiden Hauptfiguren mit einer hervorragenden Präsenz. Der Film lebt ganz wesentlich von ihrem Zusammenspiel zwischen Respekt und Spannungen, das die absurde Situation lebendig werden lässt, in der sich die Mädchen als Rockstars unversehens wiederfinden. Die Balance aus schnoddriger Attitüde und persönlichem Drama lässt den Film zu einem gelungenen Werk werden.
Bildqualität
Das Bild der DVD überzeugt, da der Stil des Films gut übertragen wurde. Die Mischung aus klaren Einstellungen und leichten Unschärfen wird sehr gut reproduziert. Die Farben weisen oftmals einen leicht verwaschenen, rauen Stil auf. Die immer wieder vorhandene Körnigkeit unterstützt die Rock 'n' Roll Thematik. Zwischendurch zeigt sich leichte Blockbildung, die aber kaum stört.
Tonqualität
Die DD 5.1 Tonspuren verfügen über eine gute räumliche Abmischung, da trotz des hauptsächlich auf den vorderen Lautsprechern stattfindenden akustischen Geschehens immer wieder einzelne Geräusche im Raum verteilt werden. Auf diese Weise nutzen die Tonspuren ihr Potential aus. Bei den diversen Musiknummer kommen ohnehin auch die hinteren Lautsprecher zum Einsatz, so dass ein dynamischer Klang entsteht, der die Kraft der Musik einfängt. Nennenswerte Unterschiede zwischen deutscher Synchronisation und englischem Original gibt es nicht.
Stefan Dabrock
08.10.2010
Originaltitel | The Runaways (USA 2010) |
Länge | 102 Minuten (Pal) |
Studio | Capelight |
Regie | Floria Sigismondi |
Darsteller | Kristen Stewart, Dakota Fanning, Michael Shannon, Stella Maeve, Scout Taylor-Compton, Alia Shawkat, Riley Keough, Tatum O'Neal, u.a. |
Format | 1:2,35 (16:9) |
Ton | DD 5.1 Deutsch, Englisch |
Untertitel | Deutsch |
Extras | Audiokommentar mit Kristen Stewart, Dakota Fanning (beides Darstellerinnen) und Joan Jett (Musikerin), Making Of, Featurette, Trailer |
Preis | ca. 15 EUR |
Bewertung | gut, technisch gut |