Haus
der Toten
Shunned
House

Ein
Romanautor besucht zu Recherchezwecken mit seiner Partnerin ein altes,
verfallenes Gasthaus, das ein merkwürdiges Geheimnis umgibt.
Zahlreiche Menschen sind hier zu Tode gekommen. Der Autor hofft, gutes
Hintergrundmaterial zu finden, um einen neuen, spannenden Roman schreiben
zu können. Die beiden richten sich ihr Lager in der Ruine ein
und der Autor dringt immer tiefer in die Geheimnisse zweier Todesopfer
ein. Auch scheint das Gebäude Halluzinationen bei den beiden
Gästen zu verursachen.
Nach Motiven des Kultautors H.P. Lovecraft erzählt Regisseur
Ivan Zuccon drei parallele Geschichten. Dabei springt er immer wieder
zwischen den Zeitebenen hin und her, um so eine Verbindung herzustellen.
Das Hauptaugenmerk des Films liegt eindeutig auf der Inszenierung
einer Atmosphäre. Noch bevor das Menü eingeblendet wird,
gibt eine Texttafel eine Warnung für Epileptiker aus, da der
Film zahlreiche Stroboskopeffekte besitzt. Und tatsächlich greift
Zuccon bei seinem auf Video gedrehten Horrorgenrebeitrag oftmals zu
dem Mittel, in gleißenden Lichtblitzen verborgene Wesen aus
einer anderen Dimension zu zeigen. Der Film vermittelt über die
komplette Lauflänge den Eindruck, dass neben den anwesenden Menschen
immer noch irgendetwas anderes im Haus lauert. Dabei spart Zuccon
auch nicht mit Bluteffekten, für die man schon etwas übrig
haben muss, um "Shunned House" zu mögen. Dass bei aller
Atmosphäre, die Figuren etwas zu kurz kommen, kann man letztlich
verschmerzen.
Bildqualität

Die
Bildqualität ist hinsichtlich der Schärfe und der Farbwiedergabe
wirklich gut gelungen. Sehr häufig wurde seitens des Kameramanns
zu Filtereffekten gegriffen, die sehr gut auf der DVD wieder gegeben
werden. Bildpunkte oder andere Beeinträchtigungen gibt es nicht.
Der Kontrast ist leider nicht so gut gelungen, so dass in den vielen
dunklen Szenen durchaus Details verschluckt werden. Auch ist das Bild
nihct ganz frei von Rauschmustern.
Tonqualität
Die
deutsche 5.1-Abmischung hätte man sich wieder einmal sparen können.
Ein Mehr an Räumlichkeit bietet sie nicht. Daneben ist der Film
auch auf deutsch und englisch enthalten. Englisch? Wird sich der eine
oder andere angesichts eines italienischen Films vielleicht fragen.
Wo ist denn die italienische Originaltonspur? Wenn man sich aber die
englische Spur einmal

anhört,
dann kommt man zu dem Schluss, dass der Film offensichtlich für
den internationalen Markt gleich auf englisch gedreht worden ist,
denn hier wird mit einem deutlichen Akzent gesprochen. Beide Spuren
besitzen etwas zu leise Dialoge, so dass die Verständlichkeit
in manchen, besonders geräuschlastigen Szenen gefährdet
ist. Natürlich helfen in diesen Fällen die Dialoge, aber
ein etwas sauberere Abmischung wäre wünschenswert gewesen.
Darüber hinaus liefern beiden Spuren eine schöne Tonkulisse
auf den vorderen Boxen.
Extras
Die
Deleted Scenes enthalten ein paar hübsche Einstellungen, die
als Ergänzung zum fertigen Film recht gut funktionieren. Daneben
enthält die DVD eine Bildergalerie, einen Trailer und einen Teaser.
Fazit
Atmosphärisch
überzeugt "Shunned House" durch eine gute Kameraarbeit,
wenn auch die Figuren der einzelnen Geschichten eine etwas bessere
Auscharakterisierung vertragen hätten. Technisch ist die DVD
in Ordnung, mit Abstrichen beim Kontrast des Bildes.
Stefan Dabrock
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Originaltitel |
Shunned
House (Italien 2003) |
Länge |
90
Minuten (Pal) |
Studio |
epiX |
Regie |
Ivan
Zuccon |
Darsteller |
Michael
Segal, Emanuele Cerman, Silvia Ferreri, Giuseppe Lorusso, u.a. |
Format |
1:1,85
(16:9) |
Ton |
DD
5.1 Deutsch, DD 2.0 Deutsch, Englisch |
Untertitel |
Deutsch |
Extras |
Deleted
Scenes, Bildergalerie u.m. |
Preis |
ca.
15 EUR |
Bewertung |
gruselig |
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