"Rambo"
mit Sylvester Stallone ist ganz offensichtlich ein Welterfolg gewesen.
Das beweist die Existenz des vorliegenden philippinischen Ripp-Offs,
das unter der Regie von Rudy Dominguez entstanden ist. Die erzählte
Geschichte hört sich dabei nicht nur entfernt ähnlich an.
Nach dem Ende des Vietnamkrieges kehrt der Veteran Samson in seine
Heimat zurück. Er soll der Frau eines gefallenen Kameraden einen
Brief übergeben. Doch die örtlichen Machthaber des kleinen
Kaffs, in dem die Empfängerin wohnt, mögen alle Fremden
nicht, weil diese in ihren nicht ganz koscheren Angelegenheiten herumschnüffeln
könnten. Also macht man dem Veteranen mehr oder weniger höflich
("Verpiss dich, Arschloch") klar, dass er den Bogen der
Gastfreundschaft allein durch seine Anwesenheit überspannt. Aber
so ein kriegserfahrener Veteran lässt sich nicht so einfach
einschüchtern.
Auch nachdem er per Automobil aus dem Dörfchen entfernt wurde,
taucht er zum Unmut des Polizeichefs sowie des Bürgermeisters
immer wieder auf. Die beiden sehen sich zu immer gewalttätigeren
Maßnahmen gezwungen. Schließlich flüchtet Samson
in den Dschungel, wo er seinen Jägern haushoch überlegen
ist und sie immer weiter dezimiert.
nicht
mehr traut. Der Bürgermeister trägt eigentlich immer einen
duseligen Hut und Sonnenbrille, der Held guckt so blöd aus der
Wäsche, als wollte er einen Dorftrottelwettbewerb gewinnen, laviert
sich aber immer wieder aus den schwierigen Situationen heraus, und
das Lieblingswort aller beteiligten ist ein schnarrend herausgebrülltes
"Arschloch", das jeden zweiten Satz ziert. Jawohl, wer das
Groteske liebt, wird bei "No blood, no surrender" seine
diebische Freude haben, eine echte Granate.
Bildqualität
Zur Bildqualität braucht kaum etwas gesagt werden. Als Master musste ganz offensichtlich ein ramponiertes Videoband herhalten, das den Film zudem im falschen Format enthalten hat (Beim Vorspann verschwinden die Titel unten aus dem Bild). Das Bild ist einfach schwach, aber was sollte man bei einem philippinischen Film aus den 80ern auch erwarten. Wer "No blood, no surrender" ansehen will, verlangt bestimmt kein gestochen scharfes Bild.Tonqualität
Auch der Ton stößt qualitativ schnell an seine Grenzen. Verständlich sind die Dialoge, obwohl der Ton verrauscht, dumpf und ohne Dynamik daher kommt.Extras
Das Bonusmaterial besteht aus einer Bildergalerie.Fazit
"No blood, no surrender" amüsiert durch den völlig absurden Nachbau der "Rambo"-Geschichte, die durch die deutsche Synchronisation zusätzlich in groteske Höhen getrieben wird. Technisch ist die DVD schwach, aber wen interessiert das, bei einem derart obskuren Film, der in jede Sammlung des Absonderlichen gehört.Stefan Dabrock
| Originaltitel | No blood, no surrender (Philippinen 1986) |
| Länge | 99 Minuten (Pal) |
| Studio | CMV- Laservision |
| Regie | Rudy Dominguez |
| Darsteller | Max Alvarado, Janice Jurado, Ernie Ortega, u.a. |
| Format | 1:1,66 |
| Ton | DD 2.0 Deutsch |
| Untertitel | Deutsch |
| Extras | Bildergalerie |
| Preis | ca. 15 EUR |
| Bewertung | amüsant, technisch schwach |