Da
die Lady Ninjas den Shogun mit seinen Schergen im ersten Teil noch
nicht besiegt haben, gehen der Kampf und die Racheaktionen für
das niedergebrannte Frauenkloster weiter. Entschlossen ziehen die
Lady Ninjas mit ihren zwei männlichen Begleitern den fliehenden
Gegnern hinterher, die sich in ihre Heimat zurückziehen wollen.
Aber der Rückzug geht nicht ohne erste Scharmützel vonstatten,
die Opfer fordern. Mit einer Kriegslist wollen sich die Lady Ninjas
in das Land des Shoguns einschleichen, um dort zum tödlichen
Schlag auszuholen. Das Unternehmen verläuft jedoch nicht wie
geplant, so dass die Bande des Shoguns Gefangene machen kann, mit
deren Hilfe sie den Rest der Lady Ninjas hervorlocken wollen, um ihrerseits
zum finalen Schlag ausholen zu können.
Gegenüber
dem ersten Teil wirkt "Kunoichi - Lady Ninja 2 (Blutige Rache)"
mit epischem Atem erzählt. Die Erlebnisse der Gefangenen in den
Kerkern des Shoguns nehmen ebenso einen breiten Raum ein wie ein Handlungsstrang
um die Verbindung eines weisen Geistlichen mit einem der Schergen.
Wird der Scherge getötet, stirbt auch der weise Geistliche, dessen
Leben für den Fortbestand einer mächtigen und ehrenwerten
japanischen Herrscherfamilie notwendig ist. Dies beeindruckt die Kämpfenden
aber wenig, weil es ein höheres Ziel gibt, vor dessen Hintergrund
auch das Schicksal der angesehenen Familie zurücktreten muss.
Entschlossenheit im Kampf für die eigene Überzeugung sowie
gegen begangenes Unrecht zählt zu den zentralen Werten, die der
Film transportiert. Während die Erzählung weniger stark
durch den Schnitt geprägt ist, als beim ersten Teil, dreht Ozawa
bei den Kämpfen stärker auf. Unter anderem dürfen die
Lady Ninjas noch ein paar ihrer phänomenalen Fähigkeiten
zeigen, bei denen sie aus ihren Geschlechtsteilen ungeahnte Kräfte
hervorbringen können. Im Grunde genommen ist es auch sehr konsequent,
wenn der geile Shogun mit seinen Schergen durch das Objekt seiner
Begierde zu Fall gebracht wird.
Bildqualität
Die
Bildqualität entspricht der des ersten Teils: Das nicht anamorphe
Bild kommt ohne nennenswerte Bilddefekte oder andere Störungen
aus. Die Schärfe kommt über das Mittelmaß aber nicht
hinaus. Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, dass
bei asiatischen Filmen das Ausgangsmaterial häufig nicht optimal
ist. Die Farbwiedergabe fällt besser aus, während der Schwarzwert
zu leicht milchigen Bildern in dunklen Szenen neigt. Insgesamt kann
man mit der Bildqualität aber noch recht gut leben.
Tonqualität
Auch der Ton weist gegenüber dem ersten Teil keine nennenswerten Unterschiede auf: Der Ton ist gut geraten. Ohne störendes Rauschen erklingen die wenigen Dialoge klar und verständlich, die Musik untermalt das Geschehen sehr ordentlich. Dabei nutzt der japanische 2.0-Ton die vordere Boxenfront gut aus. Wer es möchte, kann sich auch einen deutschen 5.1-Upmix anhören.Extras
Bonusmaterial gibt es nicht.Fazit
Konsequent setzt Hitoshi Ozawa den Rachefeldzug der Lady Ninjas gegen die Schergen des Shoguns fort. Dabei besitzt der zweite Teil einen vergleichsweise epischen Atem, indem klassische Erzählmuster stärker in den Vordergrund rücken. Technisch ist die DVD dank schönem Ton guter Durchschnitt.Stefan Dabrock
| Originaltitel | Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Aizu yuki jigoku hen (Japan 1998) |
| Länge | 81 Minuten (Pal) |
| Studio | Asian Film Network im Vertrieb der Splendid |
| Regie | Hitoshi Ozawa |
| Darsteller | Hitoshi Ozawa, Yûko Moriyama, Kazuki Takeda, u.a. |
| Format | 1:1,85 (4:3) |
| Ton | DD 5.1 Deutsch, DD 2.0 Japanisch |
| Untertitel | Deutsch |
| Extras | - |
| Preis | ca. 20 EUR |
| Bewertung | Film gut, technisch guter Durchschnitt |