Shah
Rukh Khan hat "Kaal" produziert und deswegen ist er auch
im Film drin, zumindest fast. Um genau zu sein, er taucht quasi nur
vor dem Film auf. Die Titelsequenz wurde als klassische Bollywood-Tanzszene
mit feinem Song gestaltet, in der besagter Shah Rukh Khan auftaucht.
Danach ist er im Film aber nicht mehr zu sehen, so dass die Fans des
geschmeidigen Inders nicht unbedingt zu "Kaal" greifen müssen,
der im Gegensatz zur sonst bekannten Bollywood-Ware als Horrorfilm
daher kommt. Es geht um seltsame Todesfälle in einem indischen
Nationalpark, die einem menschenfressenden Tiger angelastet werden.
Der Wissenschaftler Krish und seine Frau machen sich auf die Reise,
um die Vorfälle zu überprüfen. Zur selben Zeit tummelt
sich auch eine kleine Gruppe Touristen im bekannten Nationalpark.
Im Verlaufe des Films treffen sich die beiden Parteien, welche sich
inzwischen im Dschungel nicht mehr zurechtfinden. Gerade als zwei
Tiger sich bedrohlich nähern, taucht der mysteriöse Kaali
auf, welcher sich als Führer anbietet.
Gemeinsam
macht man sich auf den Weg, aber es dauert nicht lange, bis der erste
unglückliche Todesfall ein Mitglied der Gruppe dahinrafft.Bildqualität
Die
Bildschärfe ist ein wenig unterschiedlich. Während der Vordergrund
stets gut aussieht, gehen manche Details jenseits des Bildzentrums
verloren, ohne dass dies durch bewusste Unschärfen des Kameramanns
bedingt wäre. Bilddefekte tauchen nicht auf. Die Farbwiedergabe
ist auf der Höhe der Zeit und präsentiert ein kräftiges
Bild. Der Kontrast muss in den dunklen Szenen stark kämpfen und
schafft es nicht ganz, alle Details wiederzugeben. Rauschmuster tauchen
nur gelegentlich auf.
Tonqualität
Der 5.1-Hindi-Ton ist der Ton der Wahl. Über eine hübsche Nebengeräuschkulisse wird die Dschungelatmosphäre lebendig, was die deutsche 2-0-Synchronisation nicht leisten kann. Die räumliche Kulisse des 5.1-Tons ist folglich recht ordentlich. Die Dialoge sind klar und verständlich. Besonderes Rauschen tritt nicht auf.Extras
Das
21minütige Making of besteht aus Interviews mit den Darstellern,
Filmausschnitten und B-Roll-Material. Neben der üblichen Lobhudelei
der Darsteller auf den Regisseur und die Produktionsfirma sowie den
Film selbst erfährt man auch ein wenig über die Dreharbeiten.
Als Dreingabe ganz nett.Fazit
"Kaal" bietet eine mehr als seltsame Mischung aus gelackter Werbefilmästhetik und Gruselmotiven, die über die Unglücksfälle an die "Final Destination"-Filme erinnern. Insgesamt passen die Elemente in keiner Weise zusammen und bieten für den Willigen eine hübsche Camp-Unterhaltung.Stefan Dabrock
| Originaltitel | Kaal (Indien 2005) |
| Länge | 126 Minuten (Pal) |
| Studio | Rapid Eye |
| Regie | Soham Shah |
| Darsteller | Ajay Devgan, Vivek Oberoi, John Abraham, Lara Dutta, Shahrukh Khan, u.a. |
| Format | 1:2,35 |
| Ton | DD 5.1 Hindi, DD 2.0 Deutsch |
| Untertitel | Deutsch |
| Extras | Making Of, Trailer, u.m. |
| Preis | ca. 20 EUR |
| Bewertung | camp, technisch gut |