In
einem dramatischen Kampf hat es eine Spezialtruppe geschafft, Godzilla
ins ewige Eis einzuschließen. Jahre später tauchen plötzlich
mehrere Monster auf, die sich auf der ganzen Welt austoben. Als ein
Raumschiff mit Aliens erscheint, ist der Spuk kurzzeitig vorbei, da
es die Monster entfernt. Aber die Aliens wollen sich ihrerseits die
Erde nutzbar machen und die Menschen ausbeuten. Sie schicken die Monster
wieder zurück, nachdem die Menschen nicht aufgeben. Jetzt droht
das völlige Chaos, aber es gibt noch eine Trumpfkarte, die im
ewigen Eis eingeschlossen ist. Man beschließt, Godzilla zu befreien,
damit er die Ordnung wieder herstellt.
auf der Klaviatur der eigenen Urgewalt spielt, um mit einem Paukenschlag
unterzugehen. Inszenatorisch unterstützt Kitamura die bombastische
Handlung mit Hilfe extrem eindimensionaler Figuren, die den Oneliner
noch einmal neu erfinden. Selten hat man in der Vergangenheit so stoisch
dreinblickende Menschen gesehen, die sich ihrer Mission bedingungslos
verpflichten. Den überbordenden Bilderwelten, deren geradezu
apokalyptische Wirkung überwältigt, stehen reduzierte Charaktere
gegenüber, welche dadurch das rasante Geschehen umso stärker
betonen.
Bildqualität
Die Bildqualität der DVD ist ganz ordentlich geraten. Wie bei einem aktuellen Film nicht anders zu erwarten, macht die Vorlage einen sehr guten Eindruck und kommt ohne Bildfehler oder Verschmutzungen aus. In Sachen Schärfe muss man leichte Abstriche hinnehmen. Sie schwankt zwischen angenehm und gut. Das liegt an einem leichten Rauschen, das sich bisweilen zeigt. Die Farbwiedergabe ist hingegen so, wie man sich das erwünscht. Die durchkomponierten Bilderwelten erstrahlen mit der Intensität, die ihnen gebührt. Leider ist der Schwarzlevel eher mau und wirkt leicht milchig. Allgemein machen dunkle Szenen den Eindruck als läge ein leichter Schleier darüber.Tonqualität
Der 5.1-Ton verdient seinen Namen. Die vielen Schlachten wurden druckvoll abgemischt, so dass sich eine effektive, räumliche Soundkulisse breit macht. Alle Boxen bekommen viel Arbeit, auch der Basseinsatz stimmt. Die Musik unterstützt den fulminanten Eindruck und wenn einmal geredet wird, dann ist das auch verständlich.Extras
Das
Bonusmaterial, das sich auf einer zweiten DVD befindet, fällt
jedoch etwas mager aus. Hinter dem Making of verbirgt sich ein etwa
20minütiger Beitrag mit unkommentierten B-Roll-Aufnahmen, die
auch nicht untertitelt werden. Bei diesem Film ist das jedoch nicht
so sinnlos wie sonst, da man hier sehr gut beobachten kann, wie die
Kampfszenen tricktechnisch im Studio erarbeitet wurden. Die Gummikostüme
lassen grüßen.Fazit
Ryuhei Kitamura interpretiert den letzten Auftritt Godzillas als gigantisches Actionvergnügen, das apokalyptische Bilderwelten mit knorrig-eindimensionalen Figuren und feinen Monster-Prügel-Szenen verbindet. Ein würdiger Abschluss der Godzilla-Saga. Technisch ist die DVD in Ordnung, das Bonusmaterial fällt mager aus.Stefan Dabrock
| Originaltitel | Gojira: fainaru uôzu (Japan 2004) |
| Länge | 120 Minuten (Pal) |
| Studio | Splendid |
| Regie | Ryuhei Kitamura |
| Darsteller | Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa, Akira Takarada, u.a. |
| Format | 1:2,35 (16:9) |
| Ton | DD 5.1 Deutsch, Japanisch |
| Untertitel | Deutsch |
| Extras | Making Of, Godzilla Promo-Reel, u.m. |
| Preis | ca. 17 EUR |
| Bewertung | gut mit leichten Abstrichen |