Oftmals haben berühmte Künstler nicht mit dem Projekt ihre Karriere begonnen, mit dem sie zu Ruhm gelangt sind. Bei den Mitgliedern der Monty Pythons ist das nicht anders. Eric Idle, Michael Palin und Terry Jones waren vor dem „Flying Circus“ in „Do not adjust your set“ zu sehen, John Cleese und Graham Chapman machten die „At last the 1948 Show“, welche ebenfalls bei epiX erschienen ist.„Do not adjust your set“ besitzt den gleichen Grundansatz wie die spätere Serie „Monty Pythons Flying Circus“, wobei der anarchische Spieltrieb leicht gebremst daher kommt. Im Gegensatz zum „Flying Circus“, wo sich ein Sketch getreu dem Motto „And now for something completely different“ („Nun etwas ganz anderes“) von cer einen Sekunde auf die andere aus einem Mittelaltersetting in die Gegenwart transformieren konnte, bleibt der Humor in „Do not adjust your set“ in der Regel beim eingeschlagenen Thema.
Innerhalb dieser Grenzen toben sich Idle und Co aber ähnlich lustvoll aus, dass die Absurdität Triumphe feiert. Ein Reserveträger im Boden eine Sänfte, der wie ein Reserverad bei einem Auto einfach neu eingesetzt wird, nachdem ein anderer die Anstrengungen körperlich nicht mehr aushalten konnte, ist nur ein Beispiel für das Amüsementverständnis. Übertragungen bekannter Alltagswirklichkeiten in andere Zusammenhänge gehört ebenso dazu wie die bizarre Superheldengestalt „Captain Fantastic“, der ein bisschen an Stummfilmkomik erinnert und die Auftritte der Bonzo Dog Dooh Dah Band. Was im Vergleich zum späteren Schaffen der Monty Pythons noch nicht enthalten ist, sind Fünf-Tonnen-Gewichte oder ähnlich rabiate Einfälle. Insgesamt eine wundervoll komische Serie, die man sich als Anhänger der Monty Pythons nicht entgehen lassen sollte. Die beiden DVDs beinhalten die ersten neun Folgen der Serie.
Bildqualität
Die Bildqualität fällt den Umständen entsprechend recht ordentlich aus. Auffällig ist das starke analoge Bildrauschen, das man bei einer 40 Jahre alten TV-Serie aber auch erwarten musste. Verschmutzungen oder Bilddfekte halten sich in sehr engen Grenzen, die Schärfe ist in Ordnung, wenn auch durchgehend keine trennscharfen Konturen zu sehen sind. Der Kontrast gibt das Schwarzweiß recht ordentlich wieder.Tonqualität
Die Tonspur ertönt leicht dumpf aus den Lautsprechern, wie man es bei einem so alten Mono-Ton auch erwarten konnte. Das geht aber nicht zu Lasten der Verständlichkeit. Das leichte Rauschen lässt sich ebenfalls verschmerzen. Eine Synchronisation für die englische Serie existiert nicht, was angesichts des Worthumors aber auch sinnvoll ist. Deutsche Untertitel sind natürlich vorhanden.Extras
Das DVD-Set enthält als Bonusmaterial unter anderem Interviews mit den Darstellern Terry Jones (etwa 15 Minuten) und Tim Brooke-Tayler (etwa 17 Minuten), wobei letzterer nur einen Gastauftritt in der Serie feiern konnte und stärker in derFazit
Fans der Komikertrupppe Monty Pythons kommen um „Do not adjust your set“ nicht herum. Das frühere Projekt der Pythons-Mitglieder Erid Idle, Terrry Jones und Michal Palin ist zwar nicht ganz so anarchisch, aber dafür besitzt die Komik eine größere Geschlossenheit, was sehr erfrischend wirkt. Technisch ist DVD in Ordnung.Stefan Dabrock
Originaltitel | Do not adjust your set (GB 1967) |
Länge | 9 Folgen á 25 Minuten (Pal) |
Studio | epiX |
Regie | Adrian Cooper, Daphne Shadwell |
Darsteller | Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones, u.a. |
Format | 1:1,33 (4:3) |
Ton | DD 2.0 Mono Englisch |
Untertitel | Deutsch |
Extras | Interviews mit Terry Jones und Tim Brooke-Tayler (beide Darsteller), Trailer |
Preis | ca. 25 EUR |
Bewertung | sehr gut, technisch ordentlich |