Es
ist Weihnachten und eigentlich sollte die Welt ein friedliches Antlitz
zeigen, aber in einem studentischen Schwesternhaus steigt ein böser
Mensch ein und tötet nach wenigen Minuten das erste Mädchen.
Damit sie nicht gefunden wird, schleppt der Killer die Leiche auf
den Dachboden. Gleichzeitig werden die Mädchen durch die obszönen
Anrufe eines gestörten Menschen belästigt. Nachdem die Tote
durch Ihren Vater bei der Polizei als vermisst gemeldet wird, beginnen
die Ermittlungen, aber man sucht nicht auf dem Dachboden. Während
der Mörder weiter sein Unwesen treibt muss sich Jessy, eines
der Mädchen, mit ihrem Freund auseinandersetzen, der nicht damit
einverstanden ist, dass Jessy das gemeinsame Kind abtreibt. Ist er
möglicherweise der geheimnisvolle Täter, um sich zu rächen?Bildqualität
Da
es sich bei "Black Christmas" um eine 30 Jahre alte, niedrig
budgetierte Produktion handelt, kann man trotz digitaler Nachbearbeitung
keine Wunder bei der Bildqualität erwarten. Dreckspuren oder
Bildpunkte sind zwar nur wenige zu sehen, aber die Schärfe ist
lediglich angenehm. Während des ganzen Films ist das Bild in
den Hintergründen verrauscht. Die Farbwiedergabe ist gelungen
und der Schwarzlevel ist kräftig. Das führt angesichts des
Kontrastes jedoch dazu, dass sich die Konturen nicht immer klar voneinander
abheben und manche Details in den vielen dunklen Szenen verschluckt
werden. Stehende Rauschmuster tauchen ebenso auf, wie die Konturen
leicht flimmern. Zusammengefasst ist die Bildqualität angesichts
des Filmalters durchschnittlich.
Tonqualität
Der deutsche 5.1-Mix ist in Ordnung, aber schlicht nicht notwendig. Sehr schön ist, dass die DVD auch den alten Mono-Ton enthält, der zwar leicht gelitten hat, aber den Film in seiner Integrität erhält. Die Dialoge sind auf beiden Spuren klar und verständlich, im englischen leicht dumpf. Der Ton neigt in höheren Passagen auch zu leichtem übersteuern.Extras
Die DVD ist mit zwei Audiokommentaren ausgestattet, ein Umstand der bei einem Film mit begrenztem Bekanntheitsgrad sehr erfreulich ist.
Sehr
gut ist hingegen die Dokumentation "Black Christmas Revisited",
welche etwa 35 Minuten lang ist (und nicht 45 Minuten, wie auf dem
Cover angegeben).
Die beiden Darsteller des Films Art Hindle und Lynne Griffin besuchen
nach fast dreißig Jahren das Haus in Kanada, in dem Black
Christmas gedreht wurde. Während die beiden durch den Schauplatz
führen, werden immer wieder Interviewsequenzen von den beteiligten
Personen eingeschnitten. Hier kommt Regisseur Bob Clarke ebenso
zu Wort, wie die Darsteller Keir Dullea und John Saxon oder Co-Produzent
Gerry Arbeid sowie andere, die an der Entstehung des Films mitgewirkt
haben. Die Dokumentation gibt einen sehr guten Einblick in die Entstehungsgeschichte
von "Black Christmas", beleuchtet die Dreharbeiten und
setzt sich mit dem Motiv des Slasher-Films auseinander.
Abgerundet wird die DVD mit einer Bildergalerie, die Werbematerialien zeigt, drei TV-Spots, zwei Radio-Spots (alle aus dem Jahr 1974), ein TV-Spot aus dem Jahr 2001 und dem Kinotrailer.
Fazit
"Black Christmas" gehört zu den effektiven Spannungsfilmen der 70er Jahre. Auch heute vermag der Film um einen irren Killer noch zu überzeugen. Technisch ist die DVD in Ordnung, das Bonusmaterial ist schwankend, weist aber eine sehr gute Dokumentation auf.Stefan Dabrock
| Originaltitel | Black Christmas (Kanada 1974) |
| Länge | 94 Minuten (Pal) |
| Studio | Capelight |
| Regie | Bob Clark |
| Darsteller | Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder, John Saxon u.a. |
| Format | 1:1,66 |
| Ton | DD 5.1 Deutsch, DD 2.0 Mono Deutsch, Englisch |
| Untertitel | Deutsch |
| Extras | Audiokommentar von Bob Clark (Regie), Audiokommentar von John Saxon und Keir Dullea (beide Darsteller), Trailer u.m. |
| Preis | ca. 20 EUR |
| Bewertung | Film sehr gut, Bonus schwankend |