"American
Teen" versammelt die beliebten Zutaten, welche man aus Highschoolfilmen
kennt. Es gibt eine hübsche Cheerleaderin, in die der Trottel
der Schule verliebt ist. Dieser muss mit ansehen, wie sich der Kapitän
des Footba
, pardon, des Basketballteams an das kurzberockte
Mädchen heranmacht. "American Teen" unterscheidet sich
von all den anderen Highschoolkomödien vor allem dadurch, dass
er wesentlich günstiger produziert wurde und auch einen Tick
abseitiger daher kommt, als man es gewohnt ist. Auf dem Heimweg sammelt
der Trottel der Schule wieder einmal Müll ein, weil er im Rahmen
seiner Möglichkeiten die Welt ein bisschen verbessern möchte.
Eine der Flaschen springt jedoch immer wieder aus dem Müllcontainer
heraus, in den der Trottel den aufgesammelten Unrat wirft. Wie zu
erwarten war, befindet sich in der Flasche ein Geist, der
Wünsche
erfüllen kann. Jetzt sieht der Trottel seine Chancen bei der
Cheerleaderin steigen, muss aber feststellen, dass der Flaschengeist
ein wenig aus der Übung ist. So schrumpft er den Trottel auf
Miniaturgröße, der schließlich sogar im Höschen
der Cheerleaderin landet. Die wundert sich darauf, warum sie auf einmal
in sexuelle Hochstimmung kommt.
überlegen
ist, auch nicht durch seine absurden komödiantischen Einfälle,
da er bis zum Ende konsequent bei der eingeschlagenen Linie bleibt.
Auch leistet er sich keine parodistischen Seitenhiebe darauf. Im schlechten
Licht erscheint eher der Kapitän des Basketballteams. Für
alle, denen das zu moralinsauer ist, bleibt immer noch der absurde
Touch des Werkes oder wie es ein Nutzerkommentar in der IMDB unter
dem Titel "Dances with Barbariens" so trefflich beschreibt:
"And of course I got a barbarian (!?) Yes a barbarian. I don't
know why. But I got a barbarian."
Bildqualität
Im Gegensatz zum Film ist die Bildqualität jenseits von Gut und Böse. Auf welchem Material das Werk auch immer gedreht und wo auch immer es gelagert wurde, das Ergebnis auf der DVD ist schlecht. Das Bild ist unscharf, die Farben sind zu blass, es treten alle erdenklichen Formen von Rauschmustern auf. Hier darf man auf keinen Fall irgendetwas Besonderes erwarten.Tonqualität
Auch der Ton muss arg um seine Verständlichkeit kämpfen. Die Dialoge klingen entweder dumpf oder blechern. Ohne Rauschen kommen die Spuren ebenfalls nicht aus.Extras
Extras gibt es nicht.Fazit
"American Teen" siedelt sich dank absurdem Humor und sympathischer Figurenzeichnung im unterhaltsamen Bereich an. Bei genauem Hinsehen entpuppt sich das Werk als moralisches Plädoyer gegen unbedachten Sex und für die wahre Liebe. Aber darauf muss man sich natürlich nicht einlassen.Stefan Dabrock
| Originaltitel | Getting Lucky (USA 1990) |
| Länge | 86 Minuten (Pal) |
| Studio | Legend Films |
| Regie | Michael Paul Girard |
| Darsteller | Steven Cooke, Leslie Z McCraw, Rick McDowell, u.a. |
| Format | 1:1,33 |
| Ton | DD 2.0 Deutsch, Englisch |
| Untertitel | - |
| Extras | - |
| Preis | ca. 12 EUR |
| Bewertung | amüsant, technisch schlecht |